Call of Duty Verabschiedet sich von PS4: Die nächsten Spiele kommen nur auf PS5, Xbox Series und PC

Es lag schon lange in der Luft, doch jetzt ist es offiziell: Call of Duty sagt PS4 und Xbox One Lebewohl. Activision hat bestätigt, dass die nächsten Kapitel der berühmten Shooter-Reihe nicht mehr für die Konsolen der vorherigen Generation entwickelt werden. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen alle kreativen und technischen Anstrengungen auf PS5, Xbox Series X/S und PC-Gaming. Eine Entscheidung, die zwar vorhersehbar war, setzt aber definitiv einen Punkt auf eine Ära, die Millionen von Spielern über mehr als ein Jahrzehnt begleitet hat.

Die Nachricht verbreitete sich in wenigen Stunden wie ein Lauffeuer und entfachte lebhafte Diskussionen in Gaming-Communities auf der ganzen Welt, auch in Italien. Auf der einen Seite die Veteranen der Serie, die nostalgisch Abschied von einer Plattform nehmen, auf der sie hunderte Stunden verbracht haben; auf der anderen Seite die Besitzer von Next-Gen-Konsolen, die sich endlich optimierte Erfahrungen ohne Kompromisse erwarten dürfen. Der Videospielmarkt ändert sein Gesicht, und Call of Duty, das immer schon als Barometer der Industrie galt, bildet da keine Ausnahme.

Aber was bedeutet dieser Übergang konkret für italienische Spieler? Welche Titel werden als erste auf Legacy-Support verzichten? Und vor allem: Wie stark ist PS4 noch bei den Konsolen-Besitzern in unserem Land vertreten? Lassen Sie uns Klarheit in alle diese Aspekte bringen und die Auswirkungen einer Entscheidung analysieren, die die Zukunft der erfolgreichsten Videospielreihe der Geschichte neu definiert.


Das Ende einer Ära: Warum Call of Duty PS4 verlässt

Um die Tragweite dieser Entscheidung zu verstehen, muss man den historischen Kontext betrachten. Call of Duty blieb mehrere Jahre nach dem Start der nächsten Generation mit PS4 und Xbox One kompatibel – eine Entscheidung, die hauptsächlich aus kommerziellen Gründen getroffen wurde. PS4 hat weltweit über 117 Millionen Einheiten verkauft, und auch 2024 war noch ein erheblicher Teil der installierten Basis aktiv. Zu schnell Abschied zu nehmen, hätte bedeutet, eine riesige Gruppe potentieller Käufer auszuschließen.

Allerdings hatte die Beibehaltung von Cross-Gen-Support einen erheblichen technischen Preis. Die Entwickler von Treyarch, Infinity Ward und Sledgehammer Games mussten sich mit immer stärkeren Hardware-Einschränkungen auseinandersetzen und verzichteten auf visuelle, physikalische und Simulations-Features, die die neuen Architekturen vollständig hätten ausnutzen können. Die Entscheidung, die Nabelschnur zur alten Generation zu durchtrennen, folgt daher einer präzisen Logik: Die Entwicklungsteams von den Zwängen einer mittlerweile über zehn Jahre alten Hardware befreien.

Aus technischer Sicht sind PS4 und Xbox One mit CPUs ausgestattet, die auf AMDs Jaguar-Architektur basieren und ursprünglich für stromsparende Anwendungen konzipiert wurden. Verglichen mit den Zen-2-CPUs in PS5 und Xbox Series X sind die Leistungsunterschiede abgrundtief. Weiterhin für beide Generationen zu entwickeln, bedeutet praktisch, zwei unterschiedliche Spiele zu bauen – mit separaten Development-Pipelines, unterschiedlichen Optimierungen und einem Ressourcenaufwand, der sich mit den drei sich abwechselnden Studios vervielfacht und letztendlich unhaltbar wird.


Was sich für Spieler auf PS5, Xbox Series X/S und PC ändert

Die gute Nachricht ist: Wer bereits auf PS5, Xbox Series X/S oder PC-Gaming spielt, kann mit einem konkreten und messbaren qualitativen Sprung rechnen. Ohne die Last des Legacy-Supports können Entwickler endlich das volle Potenzial moderner Plattformen ausschöpfen. Hier ist, was wir in den nächsten Kapiteln der Serie erwarten können:

  • Fortgeschrittenes Ray Tracing: Mit PS5 und Xbox Series X frei von Kompromissen kann Echtzeit-Beleuchtung Realismus-Level erreichen, die in der Serie bislang unmöglich waren
  • Nahezu keine Ladezeiten: Die hochgeschwindigkeits-SSD von PS5, die bei Cross-Gen-Versionen nur teilweise genutzt wurde, kann jetzt maximal eingesetzt werden, um praktisch jede Wartezeit zwischen Spielen zu eliminieren
  • Ausgefeiltere KI und NPCs: Stärkere CPUs ermöglichen komplexeres feindliches Verhalten und taktisch reichhaltigere Szenarien
  • Größere und detailliertere Karten: Ohne Assets für PS4s begrenzte RAM (8 GB gemeinsam für CPU und GPU) komprimieren zu müssen, können Umgebungen erheblich aufwendiger gestaltet werden
  • Stabiler Frame Rate bei 120fps: Bereits auf Next-Gen-Konsolen verfügbar, aber endlich ohne andere technische Aspekte dafür opfern zu müssen
  • Audio der neuen Generation: Tempest Engine auf PS5 und Dolby Atmos auf Xbox können nativ integriert statt nur als optionale Features angeboten werden

Für PC-Spieler ist die Hardware-Situation bereits seit langem optimal, aber auch hier bringt das Ende des Cross-Gen-Supports Vorteile: Ultra-hochauflösende Texture Packs, vollständige DirectStorage-Unterstützung und Optimierungen, die nicht mehr Rücksicht auf die Grenzen alter Konsolen nehmen müssen.


Der italienische Markt: Wie viele Spieler bleiben noch auf PS4?

Die Frage, die sich viele stellen, betrifft das Ausmaß des "Schadens" für diejenigen, die noch nicht zur Next-Gen gewechselt haben. In Italien hat der Konsolenmarkt in den letzten Jahren interessante Dynamiken gezeigt. Nach Daten der IIDEA (Italian Interactive Digital Entertainment Association) von 2025 hat PS5 nun PS4 bei der Zahl der aktiven installierten Systeme in unserem Land überholt, aber der Anteil der Benutzer noch auf PS4 bleibt erheblich – geschätzt zwischen 20% und 25% der Gesamtbasis der Konsolenspieler.

Das sind Zahlen, die man nicht ignorieren kann, aber kontextualisieren muss. Ein beachtlicher Teil dieser Nutzer verwendet PS4 als Sekundärkonsole oder für Legacy-Titel, nicht als Hauptgerät für neue Anschaffungen. Die echte Besorgnis gilt jener Spielergruppe, besonders jüngere oder mit begrenzten finanziellen Mitteln, die den Generationswechsel noch nicht leisten konnte.

Der Preis bleibt das Haupthindernis: PS5 Standard kostet auf dem italienischen Markt immer noch etwa 449-499 Euro, während Xbox Series X ähnliche Preise aufweist. Eine beachtliche Summe, die in einem nicht einfachen wirtschaftlichen Kontext nicht jeder tragen kann. Für diese Spieler stellt die Aufgabe von PS4-Support durch Call of Duty einen echten Zugriffsverlust auf einen der weltweit meistgespielten Titel dar.

Allerdings sollte bemerkt werden, dass Activision in der Vergangenheit eine gewisse Sensibilität für den mobilen Markt gezeigt hat, und Call of Duty Mobile wird weiterhin auf Smartphones und Tablets verfügbar sein, was eine alternative Zugangsweise zum Franchise für diejenigen ohne Next-Gen-Hardware bietet.


Das Wettbewerbsumfeld: Wie positioniert sich Call of Duty zur Konkurrenz?

Der Schachzug von Activision muss auch aus Wettbewerbsperspektive gelesen werden. In der Shooter-Multiplayer-Landschaft sieht sich Call of Duty einer immer schärferen Konkurrenz gegenüber, sowohl bei Premium-Videospielen als auch bei Free-to-Play-Titeln:

Battlefield 2042 und die Zukunft der EA-Serie: Nach einem problematischen Start hat EAs Franchise versucht, sich neu zu positionieren, und auch die nächsten Kapitel werden ausschließlich auf Next-Gen abzielen.

Halo Infinite: Das Microsoft-Titel, im Xbox Game Pass enthalten, hat seine Präsenz auf Series X/S und PC gefestigt, hat aber Schwierigkeiten gehabt, eine aktive Community langfristig zu halten.

Valorant auf Konsolen: Die Ankunft von Valorant auf PS5 und Xbox Series X/S hat eine neue Wettbewerbsfront eröffnet und bringt eine taktische Alternative, die definitiv auf neue Plattformen setzt.

Fortnite und die mobile Generation: Epic Games hat eine andere Strategie gewählt und unterstützt ein riesiges Geräte-Ökosystem, aber auch hier ist die Next-Gen-Erfahrung auf einem anderen Level.

In diesem Kontext sendet Call of Duty, das sich auf PS5, Xbox und PC-Gaming konzentriert, eine klare Botschaft an die Branche: Technische Erfahrungsqualität ist zum unverzichtbaren Differenzierungsfaktor geworden. Man kann nicht mehr auf höchstem Niveau konkurrieren, wenn man weiterhin mit einer über zehn Jahre alten Architektur rechnen muss.


Häufig gestellte Fragen

F: Aus welchem Call-of-Duty-Titel wird der PS4-Support entfernt? A: Activision hat den spezifischen Titel noch nicht mitgeteilt, der die erste offizielle Aufgabe von PS4-Support markiert, aber Berichte deuten darauf hin, dass das für das Herbstfenster 2026 geplante Kapitel das erste sein wird, das ausschließlich für PS5, Xbox Series X/S und PC entwickelt wird.

F: Können Besitzer von PS4 immer noch irgendwie Call of Duty spielen? A: Ja. Call of Duty Mobile für iOS und Android wird weiterhin Updates und neue Inhalte erhalten und stellt eine gültige Alternative für diejenigen dar, die keine Next-Gen-Hardware haben. Zusätzlich werden frühere Titel der Serie auf PS4 ohne Einschränkungen spielbar bleiben.

F: Sind PS5 und Xbox Series S gleichwertig zum Spielen von Call of Duty? A: Xbox Series S bietet eine solide Erfahrung, aber mit einigen Unterschieden zu PS5 und Xbox Series X: niedrigere maximale Auflösung (nativ 1440p vs. 4K), weniger verfügbarer RAM und kein physisches Laufwerk. Die Core-Gaming-Features werden identisch sein, aber die maximale visuelle Qualität wird auf Series S leicht reduziert sein.

F: Ist PC-Gaming die beste Plattform für Call of Duty? A: Für diejenigen mit angemessener Hardware (GPUs wie RTX 4070 oder besser, mindestens 32 GB RAM) bleibt der PC die Plattform, die maximale Grafikqualität, höhere Frame Rates und größte Flexibilität bei Einstellungen bietet. Das Ende des Cross-Gen wird diesen Vorteil mit exklusiven Texturen und Features noch vergrößern.

F: Könnte Microsoft zukünftige Call-of-Duty-Titel vom ersten Tag an im Game Pass anbieten? A: Das ist durchaus möglich. Nach Microsofts 2023 abgeschlossener Übernahme von Activision Blizzard könnten Call-of-Duty-Titel im Game Pass enthalten sein, obwohl Microsoft bislang die traditionelle Verkaufsstrategie für Premium-Kapitel der Serie beibehalten hat. Nichts schließt aus, dass sich die Politik mit dem ersten exklusiven Next-Gen-Titel ändert.


Fazit

Call of Duty's Abschied von PS4 ist viel mehr als eine Geschäftsentscheidung: Es ist das definitive Signal, dass der Generationswechsel abgeschlossen ist. Der Videospielmarkt hat eine neue Seite aufgeschlagen, und die Shooter-Reihe par excellence hat sich dafür entschieden, an vorderster Front dieses Wandels zu stehen, anstatt sich aus kommerziellen Gründen an die Vergangenheit zu klammern.

Für italienische Spieler bereits auf PS5, Xbox Series X/S oder PC-Gaming sind die Nachrichten ausgezeichnet: Die nächsten Iterationen der Serie können endlich ihr volles technisches Potenzial ohne Kompromisse entfalten. Für diejenigen noch auf PS4 ist der Rat, den Wechsel zur aktuellen Generation ernsthaft zu erwägen, besonders angesichts immer häufigerer Angebote auf überholten Konsolen oder vorteilhaften Bundles, die PS5 seit dem Launch zugänglicher gemacht haben.

Die Zukunft der Videospiele ist bereits hier. Call of Duty hat sich nur entschieden, ihr entgegenzulaufen.